Es sind 2600 Jahre, dass Shakyamuni Buddha seine Mitbürger einlud ihr Verhältnis zur Welt zu überdenken. Im Moment seines Todes vermittelte er die acht Richtungen, die man die Acht Satori des Großen Menschen nennt. Das erste Satori war wenig Begierden zu haben, sich mit der Befriedigung von legitimen Bedürfnissen zu begnügen, sich mit wenig zufrieden zu geben. Diese Empfehlung ist heute noch gültig und wichtiger als je zuvor. Aber die meisten unserer Mitbürger sind auf diesem Auge blind. Sie möchten eine Gesellschaft weiterführen, die sich auf einen übermässigen Konsum stützt, die Befriedigung aller möglichen Begierden.

Im Angesicht der zweiten Welle von COVID hat die Regierung die Geschäfte offengelassen, die das lebensnotwendige Minimum anbieten.  Jetzt da wir die Möglichkeit haben unser Gesellschaftsmodell zu überdenken, regt sich jedermann doch nur auf, niemand akzeptiert es wenige Bedürfnisse zu haben und sich mit wenig zu begnügen.

Als Shakyamuni Buddha die Reduzierung unserer Bedürfnisse empfohlen hat und empfohlen hat sich mit wenig zu begnügen, hat er etwas viel größeres vorgeschlagen: Eine Befriedigung zu fühlen, eine Freude, eine Vielfalt,ein Frieden des Geistes, der nicht von äußeren Konditionen abhängt, der nicht vom Konsum abhängt.

Das ist es was die Welt benötigt: Die materialistische Vision, die auf dem Konsum basiert, aufzugeben und ein Glück in sich zu finden das von nichts abhängig ist – die pure Freude an der Existenz und die Werte die damit verbunden sind wie das Teilen, die gleichberechtigte Kooperation, das Geben, die wahre Liebe.

Jeder von uns sollte hierüber gründlich nachdenken. Wir haben die Möglichkeit Zazen zu praktizieren. Diese Praxis soll uns dahin führen einen Blick auf die Welt zu werfen, der von allen fehlerhaften Konzepten gereinigt ist. Aus dieser Sicht heraus können wir unseren Zeitgenossen die korrekte Richtung zeigen: die Befreiung – die Befreiung von den 3 Giften: Ignoranz, Gier und Abneigung.

Zu einem Geist in Ruhe zurückkehren. Der Friede regiert im Herzen aller Existenzen, er regiert im Herzen des ganzen Universums. Ein Glück zu spüren das nicht von externen Bedingungen abhängt – das Glück der reinen Existenz, das des Vogels der den Himmel ohne Beschränkungen durchfliegt, des Fisches der langsam in die unergründlichen Tiefen hinabschwimmt.

Taiun JP Faure, Oktober 2020

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